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James Francis Byrnes
James Francis Byrnes wurde am 2. Mai 1882 in Charleston
/ South
Carolina geboren. Er verließ die Schule vorzeitig, um sich seinen
Lebensunterhalt zu verdienen, und bildete sich selbst in seiner
Freizeit als Jurist aus. Er wurde 1903 als
"Selbst-Erlernter-Rechtsanwalt" bei Gericht zugelassen und von 1908 an
war er als Staatsanwalt in South Carolina tätig.
1911 wurde Byrnes als Mitglied der Demokratischen Partei in
das Repräsentatenhaus des amerikanischen Kongresses gewählt,
wo er bis 1925 die Interessen South Carolinas vertrat. Ein Jahr
zuvor hatte er sich vergebens um einen Sitz im Senat beworben,
beim 2. Anlauf 1930 wurde er dann in den Senat gewählt
und 1936 durch eine Wiederwahl in seinem Amt bestätigt.
Als Senator half Byrnes dem amerikanischen Präsidenten
Franklin D. Roosevelt viele seiner New Deal-Maßnahmen
durch den Kongress zu bringen. Obwohl er später einige
Vorhaben des Präsidenten als zu radikal kritisierte, hielt
er seine guten Kontakte zum Präsidenten aufrecht und übernahm
später eine wichtige Rolle in der Außenpolitik Roosevelts.
1941 wurde Byrnes zum Richter des Obersten Gerichts ernannt,
wovon er ein Jahr später zurücktrat um Direktor für
wirtschaftliche Stabilisierung und danach Leiter des Amtes für
Kriegsmobilisierung zu werden. In dieser Eigenschaft wurde Byrnes
auch "stellvertretender Präsident" genannt, da er als Leiter
dieses Amtes großen Einfluß auf die amerikansiche
Wirtschaft ausübte.
Im Februar 1945 begleitete er Präsident Roosevelt zur
Jalta-Konferenz. Im Juli desselben Jahres, drei Monate nach
Roosevelts Tod, ernannte ihn Präsident Truman zum Außenminister
der USA und imselben Monat begleitete er den Präsidenten
zur Potsdamer Konferenz.
Am 6. September 1946 hielt Byrnes seine berühmte "Rede der Hoffnung"
im Stuttgarter Staatstheater. In dieser Rede verwarf er die
Friedensmöglichkeiten des Morgenthau-Plans und zeigte den
Weg Deutschlands in eine bessere Zukunft, verwies auf die Möglichkeit
Deutschland wieder einen ehrvollen Platz in der Gemeinschaft
der Nationen einnehmen zu lassen. Zusätzlich gab er die
Garantie, daß die USA so lange Soldaten in Deutschland
stationieren würden, wie dies irgendeine der anderen Besatzungsmächte
tun würde. Diese Rede skizzierte die Grundzüge der
zukünftigen amerikanischen Deutschlandpolitik.
1947 verließ Byrnes sein Amt als amerikansicher
Außenminister und diente von 1951 - 1955 dem Land South Carolina
als Governeur.
James F. Byrnes starb am 9. April 1972 in Columbia,
South Carolina.
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