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Bettina Volke
Mittwoch 20.07. 19:15 Uhr

Susan Neiman – Von den Deutschen lernen

Die Zukunft des transatlantischen (T)Raumes


Ort: d.a.i.-Saal und im d.a.i.-Livestream (Link folgt)
Eintritt: Frei
Anmeldung: Nicht nötig


Deutschland als Vorbild? Susan Neiman vergleicht den deutschen und den amerikanischen Umgang mit dem Erbe der eigenen Geschichte und fragt: Wie können Gesellschaften mit dem Bösen der eigenen Geschichte umgehen? Lässt sich – politisch gesehen – etwas von den Deutschen lernen? Als Susan Neiman, eine junge jüdische Amerikanerin, in den achtziger Jahren ausgerechnet nach Berlin zog, war das für viele in ihrem Umfeld nicht nachvollziehbar. Doch sie blieb in Berlin und erlebte hier, wie die Deutschen sich ernsthaft mit den eigenen Verbrechen auseinandersetzten: im Westen wie im Osten, wenn auch auf unterschiedliche Weise. Als dann mit Donald Trump ein Mann Präsident der USA wurde, der dem Rassismus neuen Aufschwung verschaffte, beschloss sie, dorthin zurückzukehren, wo sie aufgewachsen war: in die amerikanischen Südstaaten, wo das Erbe der Sklaverei noch immer die Gegenwart bestimmt. Susan Neiman verknüpft persönliche Porträts mit philosophischer Reflexion und fragt: Wie sollten Gesellschaften mit dem Bösen der eigenen Geschichte umgehen?

Die Reihe Die Zukunft des transatlantischen (T)Raumes hat wird in Zusammenarbeit mit unserem Netzwerk der deutsch-amerikanischen Institute veranstaltet.


Mit: Prof. Dr. Susan Neiman, Direktorin Einstein Forum Potsdam 
Moderiert von:
Dr. Ute Bechdolf, Direktorin d.a.i. Tübingen 
In Kooperation mit: d.a.i. Tübingen (Organisation), Weltethos Institut, DAI Saarland, DAI Nürnberg, Amerikazentrum Hamburg und Atlantische Akademie Rheinland-Pfalz


Susan Neiman

Susan Neiman, 1955 in Atlanta, Georgia, geboren, war Professorin für Philosophie an den Universitäten Yale und Tel Aviv, bevor sie im Jahr 2000 die Leitung des Einstein Forums in Potsdam übernahm. Von den Deutschen lernen erschien 2020 bei Hanser Berlin. Sie lebt in Berlin.